KnappenMan 2020 – DER SCHNELLE TRIATHLON IM LAUSITZER SEENLAND

Was hat der Triathlon in der Emilia Romagna (Italien) mit dem in der Lausitz gemeinsam?
Beide finden (eigentlich) im September statt und sind für einen schnellen Radkurs bekannt.
Da der Ironman Italia erst um eine Woche verschoben um dann doch 4 Wochen vor dem Start offiziell abgesagt wurde, wollten Henning und ich noch einen Triathlon zum Saisonabschluss absolvieren und da fiel unsere Wahl auf die idyllisch gelegene Lausitz.
Bereits 2 Wochen vorher gab die „Italia“ Gruppe (Carl,Michael L,Henning,Ingo) ihren Saisoneinstand über eine Sprintdistanz (500 m/31 km/5,5 km) in Oschersleben.
Hier konnten wir etwas Wettkampfatmosphäre unter Corona-Hygienebedingungen schnuppern und unsere Aegirtrikots im Vorder-und Mittelfeld präsentieren.
Glücklicherweise bot der KnappenMan eine Startplatzbörse an, wo wir uns kurzfristig (5 Tage vor Wettkampf) zu reellen Preisen ein Startrecht von einem verletzungs/krankheitsbedingten Nichtstarter kaufen konnten. Eine wirklich tolle Möglichkeit, wo die Interessen Kurzentschlossener und kurzfristig Absagender Berücksichtigung finden.
Am Wettkampfvortag verabredeten wir uns mit dem ehemaligen Vereinskollegen Rikard, der bereits vor einigen Jahren hier startete und diesmal die 10 Std-Grenze über die Langdistanz unterbieten wollte.
Danach holten wir unsere Startunterlagen ab und lasen intensiv die veränderten Wettkampfbedingungen aufgrund der stringenden Hygienemaßnahmen.
So fand der Schwimmstart in kleinen Gruppen in einminütigen Abständen als Rollingstart statt.
Zum Anderen wurden auf der Radstrecke keine Trinkflaschen gereicht, sondern man musste die Strecke kurz verlassen und es wurden dann eigenständig die eigenen Flaschen aufgefüllt oder man gab eine/zwei Flaschen als Eigenverpflegung ab.
In der 4. Welle durfte ich meinen Wettkampf im Dreiweiberner See aufnehmen. Als nicht so versierter (und schnell in Panik geratener Schnappatmung kommender) Schwimmer kam mir der Wellenstart sehr gelegen.
Nach einer durchwachsenen Schwimmleistung ging es dann auf 3 Radrunden um den naheliegenden Scheibe-See. Die Radrunde bestand aus einer Scheibe-Seerunde und einem Verbindungsstück vom Dreiweibernsee und war komplett für den Wettkampf gesperrt und flach.
Relativ schnell bildete sich eine kleine Gruppe (die natürlich die Abstandsregel bewahrten) , die einigen Druck nach Vorne ausübten.
Am Ende meiner 2 Radrunde staunte ich nicht schlecht, als ich auf einen Triathleten im Aegirdress aufschloss. Es war Rikard, der seine Verbundenheit zum alten Verein zeigte und seine letzte von 6 Runden absolvierte.
Nach 2,5 Runden verließen mich bei einem kleinen Hügel dann doch die Kräfte, sodass ich das Tempo leider nicht mehr halten und die Gruppe ziehen lassen musste.
Erste Zweifel kamen auf, ob es richtig war, keine zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme auf der Radstrecke aufzunehmen und ob das Radtempo nicht doch etwas zu hoch war und ich dem jetzt auf der Laufstrecke Tribut zollen musste.
Die Laufstrecke bestand aus 2 Seerunden um den Dreiweibernsee mit 2 Verpflegungspunkten inklusive 75 Höhenmetern.
Relativ flüssig kam ich glücklicherweise in den Lauffluss und musste mich lediglich den letzten 3 Kilometern leichten Krampferscheinungen erwähren.
Diese tollerierte ich durch ein innerliches Lächeln bei Sicht auf meiner Armbanduhr; eine neue persönliche Bestzeit stand bevor!
Auch wenn nicht alle Wünsche erfüllt wurden (Rikard hat knapp die 10 Std-Marke auf LD und Henning die 5 Std-Marke auf MD überschritten), so war es doch wieder ein tolles Erlebnis mit vielen Sportlern die gleiche Faszination Triathlon gemeinsam auszuüben.
Da Triathlon ja trotzdem
eine Individualsportart ist und wir während der Coronazeit unseren Sport (Ausnahme Schwimmen) glücklicherweise gut ausüben konnten, fehlte das individuelle Ziel und das gemeinsame Training doch sehr.
Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr wieder zur bekannten Normalität kommen und neben dem gemeinsamen Training auch als schlagkräftige Gruppe einige gemeinsame Wettkämpfe absolvieren.
Ingo