2. Teil der Reihe „Off-Season oder: was Triathleten machen, wenn der Sommer vorbei ist”

Barbados / Hannover

November – Dezember 2017

So Freunde des heiteren Ausdauer-Dreikampfes endlich hat der Homepage-Schreiberling wieder zu Zettel und Stift gefunden. Nach dem letzten Artikel wart ihr bestimmt schon ganz gierig auf den zweiten Artikel, um zu erfahren was Triathleten in der dunklen Jahreszeit so machen. Ich kann euch beruhigen, Triathleten sind ganz normale Menschen, nur eben mit einem ausgeprägten Bewegungsdrang.

Der Erste, der seine Saison noch ein wenig verlängern wollte, war unser Schwede Rickard Ullmann. Also flog er Anfang November kurzerhand nach Barbados, um dort am „OpenWaterFestival“ teilzunehmen und über 1,5km Schwimmen an den Start zu gehen. Nach 26:10.88 Minuten stand er schon wieder am Strand und genoss seine Finisher-Verpflegung. Die schien ihm so gut bekommen zu sein, dass er noch am selben Tag beim Rennen über 3,3km Schwimmen an den Start ging. Die 3,3km spulte Rickard, der ohne die geliebte Neopren-Pelle schwamm, in 1:04:56:29Std. ab. Binnen 24 Stunden sammelte er so knapp 5km Schwimmen. Was für viele Triathleten die Höchststrafe ist, nahm Rickard mit einem Lachen hin:

Fünf der daheim gebliebenen Athleten starteten eine Woche später (12.11.2017) beim Hermann-Löns-Park-Lauf. Für den SV Aegir starteten:

Läufer/ Läuferin Strecke Zeit [min]
Steffen Zander 5km 17:57:9
Jan Wyszynski 5km 21:21:5
Andreas Jörss 10km 40:45:7
Elisa Schipper 10km 47:56:8
Henning Böttger 10km 51:15:2

 

So manch ein Athlet wurde schon nach wenigen Wochen ohne Wettkampf unruhig und setzte sich munter neue ambitionierte Ziele, so auch bei unseren Dreikämpfern. Deren Ziel ist dieses Mal ein ganz Großes:

 

Auweia Challenge Roth – das bedeutet „Langdistanz“ und das im deutschen Mekka für Triathleten. Eine Langdistanz besteht aus 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,195km Laufen.

Kurz zur Erinnerung: Roth ist genau die Strecke auf der Jan Frodeno 2016 die bis dato bestehende Weltbestzeit auf der Langdistanz pulverisierte und auf unfassbare 07:35:39 Stunden herunterschraubte. In Roth ist der „Solarer Berg“ zu finden, der den Athleten auf der Radstrecke Einiges abverlangen und wie der Alpe d´Huez vorkommen dürfte.

Zurück zu den Ergebnissen der Off-Season – weiter ging es am 25.11.2017 mit dem Schloss Marienburg Marathon. Wem die Burg vom Rad bekannt ist, weiß dass es hier eigentlich nur eine Richtung gibt – nach oben – so auch beim Marienburg Marathon. Philipp Heide, Christian Krämer, Ingo Schulz und Steffen Zander schlossen sich zu einer Staffel zusammen und bewältigten die Strecke in 02:52:38 Stunden. Damit errangen sie den ersten Platz aller Staffeln. Herzlichen Glückwunsch, ihr Raketen!

 

Aus den Berichten der abgelaufenen Saison wissen wir, dass zwei unserer Athleten (Elisa Schipper und Philipp Heide) an der Tritanen-Wertung teilnahmen. Elisa verfehlte den Gesamtsieg bei den Damen und kam auf den immer noch überragenden zweiten Platz, während sich Philipp den Sieg bei den Männern sicherte. Herzlichen Glückwunsch unseren beiden Tritanen!

Wir sind aber auch in der Vorweihnachtszeit Gemütsmenschen. So ging es zur Weihnachtsfeier samt Wanderung im Schnee nach Goslar. In der herrlichen Winterlandschaft nahm sich manch Einer noch ein wenig Ballast mit auf den Weg:

Ob er mit dem Zusatzballast gleich Ausfallschritte zur Kräftigung seines Körpers gemacht hat, ist nicht überliefert.

Wieder zurück in Hannover stand für einige Athleten der Trainingsgruppe um Coach Zander ein Leistungstest im Sportleistungszentrum (SLZ) an. Dieser Leistungstest hatte es in sich, da man zuerst 100m sprintete, um mit ein wenig Pause 1km am Anschlag zu laufen. Letzteres entspricht in der Leichtathletikhalle des SLZ fünf Runden zu je 200m. Vielen Athleten war der Sprint ein wenig anzumerken, aber aufgeben zählt nicht, also wurde der eine Kilometer so schnell wie möglich hinter sich gebracht.

Unser Schwede im Team ist immer für Überraschungen gut. So brachte er uns im Dezember den Deutschland-Klassiker näher. Der Deutschland-Klassiker besteht aus vier Wettbewerben: 50km Skilanglauf, 300km Radfahren, 3,3km Schwimmen und 42,195km Laufen. Aufgrund seiner beeindruckenden Leistungen im Jahr 2017 wurde er in die Deutschland-Klassiker „Hall of Fame“ aufgenommen. Rickard brauchte für die vier Wettkämpfe die folgenden Zeiten:

Wettbewerb Zeit [Std.]
Skilanglauf    (50,000km) 03:01:39
Radfahren   (300,000km) 12:00:59
Schwimmen  (  3,300km) 00:51:07
Laufen          (42,195km) 03:40:19

An Silvester gibt es in Hannover immer einen Silvesterlauf um den Maschsee. Für den SV Aegir 09 ging ein Trio, das aus Andreas Jörss, Carl Neubert und Sönke Brockwitz bestand, an den Start. Auf ihrer Hausstrecke erreichten die Raketen:

Läufer Nettozeit [Std.]
Andreas Jörss 00:21:58
Carl Neubert 00:23:52
Sönke Brockwitz 00:23:17

Das Trio hatte sich nach dieser kurzen aber sehr zügigen und zugleich letzten Laufeinheit des Jahres die Feier des Jahreswechsels in vollen Zügen mehr als verdient.