Hawaii, die Trauminsel(gruppe) im Pazifik, Sehnsuchtsort vieler Triathletinnen und Triathleten. Bekannt für schwarzes Vulkangestein, tropische Vegetation und vor allem heißes, schwülwarmes Klima. Mit etwa diesen Vorstellungen machten sich Moritz, Simon und Martin inklusive zwei und vierbeiniger Supporterinnen-Crew am vergangenen Wochenende auf den Weg zum Ostseeman nach Glücksburg.
Dort oben angekommen holte uns jedoch nicht nur das uns entgegenschallende „moin moin“ statt „ahloha“, sondern vor allem das Wetter aus allen hawaiianischen Träumen. Dabei lockte uns der Veranstalter mit dem Slogan „Ostseeman – das Hawaii des Nordens“ an die Startlinie an der Flensburger Förde. Die Realität am Renntag bestand jedoch aus nicht enden wollenden Regenschauern gepaart mit fiesem Wind und teils heftigen Böen, bei 15 bis 17 °C. Während diese Bedingungen für viele Teilnehmenden bereits vor dem Start eine nicht zu bezwingende Herausforderung darzustellen schien und die Wechselzone mit näher rückendem Start eher leerer statt voller wurde, nahmen wir unser Schicksal an und versuchten das Beste draus zu machen.
Das Beste, das der stürmischen Ostsee, mit teils hohen Wellen und starker Strömung an diesem Morgen in der ersten Disziplin abzuringen war, waren ernüchternde Schwimmzeiten von 37 min (Moritz ohne Neo!), 41 min (Martin mit Neo) und 47 min (Simon mit Neo). Doch nach diesem ersten Dämpfer folgte zumindest für Moritz ein Stimmungsaufheller. Denn Dank fehlendem Kälteschutz legte er mit knapp über zwei Minuten den schnellsten Wechsel aller Teilnehmenden hin und ging als einer der ersten auf die Radstrecke.
In der zweiten Disziplin galt es dann eine gute Balance zwischen Power und Risikobereitschaft zu finden. Denn bei weiter konstantem Niederschlag und teils scharfen Kurven und steilen Abfahrten war das Radfahren nicht ungefährlich. Während Simon (2:25) und Martin (2:31) gute Beine auf dem Rad erwischten und trotz der schwierigen Bedingungen gut durchkamen, erwischte Moritz (2:43) einen eher gebrauchten Tag auf den anspruchsvollen knapp 90 km. So kam Martin als erster Aegiraner mit gut einer Minute vor Simon zum zweiten Wechsel. Moritz folgte etwa fünf Minuten später.
Zu Beginn der Laufstrecke spielte Simon dann seine bekannt starke Rad-Laufkombi aus und ließ Martin bereits nach wenigen Kilometern hinter sich. In der Folge entwickelte sich ein spannendes Duell, denn während Simon hinten raus seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen musste, konnte Martin auf den letzten Kilometern nochmal aufdrehen und ihn bei Kilometer 20 wieder einsammeln. So trennten die beiden im Ziel, nach 113 km gerade einmal 46 Sekunden. Moritz bewältigte den abschließenden Halbmarathon, auf welligem Terrain, mit neuer Motivation und konstanter Pace. Zwischenzeitlich musste er die Zähne zusammenbeißen und belohnte sich dafür mit einer top Laufleistung von unter zwei Stunden.
So standen am Ende sehr respektable Leistungen von Moritz (5:24:31 | h:min:sek), Simon (5:00:55 | h:min:sek) und Martin (5:00:09 | h:min:sek), bei schwierigen Bedingungen zu Buche. Grund genug, dies am Abend gemeinsame mit der Supporterinnen-Crew bei Pizza und Bier zu feiern. Besonderer Dank an dieser Stelle an Linda, Mariella, Lea und Tilda, die aufgrund der Witterungsverhältnisse als Supporterinnen-Crew einen ähnlich herausfordernden Tag hatten wie die Athleten.










